Seite 2 von 7 ErsteErste 1234 ... LetzteLetzte
Ergebnis 11 bis 20 von 70

Thema: DAS BESTE VOM BESTEN - einst und jetzt

  1. #11
    Administrator Avatar von urban
    Registriert seit
    26.09.2011
    Beiträge
    10.267
    Kaffee
    Mittlerweile istd er "Burmesische Affen-Kaffee" das Exklusivste vom Exklusiven, und kostet selbst in Burma zehnmal so viel wie der beste Importkaffee.
    Kopi Luwak heißt er und kostet in Ebay 26,95 €/100 gr.
    http://www.coffee-world.de/kopi-luwak

    Kamm
    So snobistisch es auch klingen mag:
    Der beste Kamm der Welt ist tatsächlich aus purem Stirlingsilber gefertigt.
    Fragt man den Düsseldorfer Haar- und Kosmetikexperten Toni Münnix, so erklärt der:
    Das Edelmetall Silber lädt sich elektrostatisch nicht auf, die handgesägten Zähne sind äußerst elastisch und fast ewig haltbar.
    Der beste Kamm hat eine leichte Bogenform, ist rund 25 cm lang und 4 cm hoch und besitzt eine Hälfte grober und eine Hälfte feiner Zähne.
    An einem solchen Stück sitzt der Kammsäger jedoch fast zwei Wochen, und in Fachgeschäften muß man dafür bis zu 1500 Mark auf den Tisch legen.


    Ob's nicht auch ein Kamm aus echtem Büffelhorn tut?

    Kaufhaus
    Macy's in New York

    Ich ergänze den Beitrag später...

  2. #12
    Administrator Avatar von urban
    Registriert seit
    26.09.2011
    Beiträge
    10.267
    Krawatte
    Wer von den besten Krawatten der Welt spricht,kommt an der englischen Schul- und Clubkrawatte nicht vorbei. Die diagonalen und farbigen Streifen auf dinklem Hintergrund müssen aber unbedingt von der linken Schulter zur rechten Hüfte zeigen, andersherum handelt es sich um verpöntes Design aus den USA.
    Das beste und ehrwürdigste Design sind die schwarz-hellblauen Streifen des Eton College. Die beste ist diese Krawatte aber nur wenn sie von dem britischen Hersteller P.L. SELLS & Co. stammt, aus englischer Seide ist und die farbigen Streifen etwas höher gewebt trägt als die dunklen. Worauf die Farben auf der Rückseite etwas dunkler wirken.
    Ein Nicht-Eton-Absolvent darf diese Krawatte im Grunde überhaupt nicht tragen. Tut er es doch, dann bitte nicht so wie Peter Ustinov als Arthur Simpson in dem Film Tokapi:
    verschwitzt, mit gelockertem Knoten und hemdsärmelig.
    Für Engländer schlicht "disgusting"...."


    P.L. Sells wurde von ATKINSON, Stichwort: Royal Irish Poplin, gekauft - das Krawattenbestimmungsbuch von Mr. Sells habe ich bereits vorgestellt.
    Also ist es etwas heikel Krawatten mit den Originaldesigns zu tragen.
    Kenner schören natürlich auf handgemachte Krawatten von 5 fold bis zu 12 fold - Adressen finden Sie in diesem Forum.
    Und wenn Sie einmal nach Como kommen, dann sollten Sie MANTERO und RATTI einen Besuch abstatten und das Seidenmuseum besuchen.
    http://www.mantero.com/
    http://www.ratti.it

    Krawattennadel und Krawattenspange
    ...Die Frage nach der besten Krawattennadel ist ziemlich einfach zu beantworten - es ist die ausgefallenste, die exklusivste, eine fast klassisch altmodische:
    Der Clip, den die Porzellanmanufaktur Meißen aus 925er Silber und einem weißen Knopf mit den gekreuzten Schwertern in winziger Auflage für Ehrengäste und den Export nach Japan produziert.

  3. #13
    Administrator Avatar von urban
    Registriert seit
    26.09.2011
    Beiträge
    10.267
    Manschettenknöpfe
    Nebenbei arbeitet er als königlicher Hoflieferant für die Queen und die Königsmutter. In der Hauptsache ist Paul Longmire in der Londoner Bury Street der Lieferant der besten Manschettenknöpfe der Welt.
    Zwischen sechs- und siebenhundert Paaren kann der Kunde auswählen, auf Wunsch wird selbstverständlich ein individuelles Motiv in Emaille gefasst.
    Longmires beste Manschettenknöpfe sind jedoch die traditionellen Knötchen. Das sind Gummifäden, die mit Seide umwickelt und zu einer Art gordischem Knoten verschlungen sind.


    Die aktuelle Adresse von Mr. Paul Lonmire finde ich leider nicht.
    Und für Manschettenknöpfe gibt es gerade in UK jede Menge Lieferanten...
    oder bevorzugen Sie eher skandinavisches Design?

    Maßschuhe
    Maßschuhe und der Name John Lobb sind so untrennbar miteinander verbunden wie Ei und Henne.
    Wer mit nahezu der gesamten internationalen Aristokratie auf einem Fuß stehen will, muss sich nur bei Schuhmacher LOBB in der Londoner St. James Street einen Leisten anfertigen lassen. Dieser verbleibt dann für immer und ewig dort und wird für alle künftigen Anfertigungen Ihrer Schuhe verwandt.
    Das einzige, was man zu Mr. Lobb noch mitbringen muss (außer Geld), ist Geduld.
    Bis die Maßschuhe fertig sind geht mindestens ein halbes Jahr ins Land.


    Über den, oder besser: die besten Maßschuhmacher der Welt ließe sich nun trefflich streiten, ob JOHN LOBB, London,
    Foster & Sun oder andere aus England,
    oder über Koji Suzuki, Chihiro Yamaguchi (Guild of Craft) und andere aus Japan,
    oder über deutsche und französische Maßschuhmacher.
    Vollkommen gleich wen Sie auswählen - es kommt nur darauf an, dass die Chemie stimmt.

  4. #14
    Administrator Avatar von urban
    Registriert seit
    26.09.2011
    Beiträge
    10.267
    Notizbuch
    Das beste, weil belastbarste, umfangreichste, schlichteste und deshalb professionellste Notizbuch kommt aus der Volksrepublik China (aus Schanghai, um genau zu sein), trägt die Nummer 6420 und ist schwarz mit roten ecken und Rücken.
    Eine ähnliche Ausgabe gleicher Provenienz heißt "Flying Eagles" und unterscheidet sich von der Nr. 6420 nur durch eine etwas gelblichere Papierqualität.
    Ein ganz persönlicher Tip für Snobs, die ihre Notizen in Museumsstücken unterbringen möchten:
    Man besorge sich die reproduzierten Kunstwerke der Firma "Il Quademo di Venezia" - gleich mit passendem Bleistift (Santa Croce 515, I-30125 Venedig).
    Da ist jede Seite zu schade, um sie zu bekrakeln, was bei den chinesischen Ausgaben keine Rolle spielt.
    Die Entscheidung liegt bei Ihnen.


    Es müsste eigentlich "quaderno" heißen - aber auf Anhieb finde ich die Adresse dieser Firma bedauerlicherweise nicht.

  5. #15
    Administrator Avatar von urban
    Registriert seit
    26.09.2011
    Beiträge
    10.267
    Oberhemd
    ...Nun diese Hemden waren von Turnbull & Asser aus der Londoner Jermyn Street....
    Amerikas Präsident George Bush liefert mit seinem Hemdenschneider höchstens noch eine billigere Alternative zu den Meistern aus der Jermyn Street:
    Er läßt bei Ascot Chang im Hotel Meridien in Hongkong arbeiten, und wer ihm je nacheifert, wird nicht unzufrieden sein, vor allem nicht mit den Preisen...


    Zweifelsfrei ist Turnbull & Asser eine sehr gute Londoner Adresse, aber bei weitem nicht die einzige wo es gute Hemden in England gibt.
    In Paris wäre beispielsweise Charvet eine der ersten Adressen neben Lanvin, neben Michel Korn chez Arnys und weiteren.
    Und in Italien gibt's jede Menge weitere sehr gute Hemdenschneider in Mailand, Florenz, Rom und Neapel.
    Auf jeden Fall sollte die Schulterpaspel von Hand eingenäht sein, und bei der Stoffauswahl ist das Angebot kaum zu überblicken.
    Den Besten der besten Hemdenschneider zu benennen dürfte daher sehr schwierig sein...

    Es fällt aber auf, dass bei der Auswahl der drei Autoren "Das Beste vom Besten" eine gewisse Tendenz zu englischen Firmen vorherrschte.

  6. #16
    Administrator Avatar von urban
    Registriert seit
    26.09.2011
    Beiträge
    10.267
    Pyjama oder Schlafanzug
    Darüber haben sich die Autoren keinerlei Gedanken gemacht - woran das wohl lag?
    Die Auswahl wäre wohl genau so schwierig gewesen wie die der besten Oberhemden, da Pyjamas ja nicht ohne Grund die Nachfolger
    der Nachthemden sind und ebenfalls von den Hemdenschneidern gefertigt werden.
    Ob diese nun aus Baumwolle oder etwas edler aus Seide geschneidert werden, hängt vom persönlichen Gusto des Trägers ab,
    und natürlich von der bevorzugten Raumtemperatur im Schlafraum...
    Und wer auf höchste Qualität Wert legt, der sollte neben den exzellenten Hemdenschneidern einmal bei Loretta Caponi in Florenz vorbeischauen
    und sich dann gleich auch den passenden Hausmantel auf den Leib schneidern lassen.

  7. #17
    Administrator Avatar von urban
    Registriert seit
    26.09.2011
    Beiträge
    10.267
    Regenmantel
    Nach der Überlieferung war König Edward VII der erste, der - anstatt einfach nach seinem Regenmantel zu verlangen - den Kammerdiener anwies, ihm seinen Burberrys zu bringen.
    Der Erfinder dieses Regenmantels, der seit einem Jahrhundert als der beste der Welt gilt, war der gelernte Dekorateur
    Thomas Burberry aus der Grafschaft Hampshire.
    Angeregt durch die einfachen Tuchgewänder der Bauern, entwickelte dieser Mann einen Faden, der vor dem Weben
    so imprägniert wurde, dass das Gewebe ohne Beimischung von Gummi wirklich wetterfest wurde und trotzdem noch Luft
    an den Körper ließ.
    Der Gabardine war geboren.
    Das Urmodell dieses Mantels ist heute noch der als der sogenannte Tielocken erhältlich und erinnert in seinem Schnitt
    bereits an den wenig später entworfen klassischen Trenchcoat von Burberrys.


    Aquascutum wurde immerhin bereits 1851 gegründet - und nun könnte man darüber streiten wer den Trenchcoat
    als Regenmantel erfunden hat;
    unbestritten ist jedoch, dass Thomas Burberry den Gabardine erfunden hat.

    Aber der klassische Regenmantel ist immer noch ein MACKINTOSH-Regenmantel, sei er gummiert oder
    als Trenchcoat in Loro Piana-Stoff mit Rain & Storm System, wasser- und winddicht aber atmungsaktiv.
    Dieser Trenchcoat dürfte aktuell nur schwer zu toppen sein.
    Nicht umsonst wird in England ein Regenmantel umgangssprachlich auch als "Mackintosh" bezeichnet.

    http://www.bestofbest-mode.com/showt...full=1#post255

    Leider kann ich keinen Vergleich mit Grenfell liefern: http://www.grenfellengland.com/home
    Lesen Sie bitte zu diesem Thema auch die Geschichte des Grenfell Cloth auf der Homepage der Familie Haythornthwaite:
    http://www.haythornthwaite.com/index.html

    Ganz auf die Herstellung von Trenchcoats in Stoff und Leder spezialisiert hat sich die Manufattura Orfatti, Limite sul'Arno (Toskana),
    die ihre Trenchcoats unter der Marke Impervela vertreibt.
    Die Homepage wirkt wohl etwas altbacken - aber was sagt das schon über die Qualität der Trenchcoats aus?

    http://www.impervela.it/

    Name:  Impervela LOGO.jpg
Hits: 100
Größe:  24,9 KB

    Da hätt' ich doch beinahe tatsächlich Traditional Rainwear fast vergessen:
    http://www.traditionalrainwear.co.uk

    Sollten Sie einen Vintage Raincoat bevorzugen, so sei Ihnen die Kollektion von Nigel Cabourn,
    tatsächlich made in UK, ans Herz gelegt:
    http://www.bestofbest-mode.com/showt...hlight=cabourn
    http://www.cabourn.com/

  8. #18
    Administrator Avatar von urban
    Registriert seit
    26.09.2011
    Beiträge
    10.267
    Regenschirm
    Wie nicht anders zu erwarten wird wieder einmal eine englische Firma nominiert: Swaine, Adeney, Brigg & Sons.
    http://www.swaineadeney.co.uk/
    Man kann sich also entweder der Meinung der drei Autoren anschließen oder sich die Schirme aus Frankreich, Italien
    und Deutschland einmal näher anschauen.

  9. #19
    Administrator Avatar von urban
    Registriert seit
    26.09.2011
    Beiträge
    10.267
    Meine Bitte:

    Wenn Sie, werter Leser, einen Vorschlag haben welcher Hersteller oder welches Produkt besser ist und
    hier in jedem Fall erwähnt werden sollte,
    dann schreiben Sie mir doch bitte.


    Vielen Dank!

  10. #20
    Administrator Avatar von urban
    Registriert seit
    26.09.2011
    Beiträge
    10.267
    Safarianzug
    Strenggenommen gibt es ihn gar nicht. Es gibt die klassische Safarijacke mit beliebiger Hose,
    aber ein durchgehender Anzug wurde erst im Zeitalter des Salontourismus erfunden.
    Aber gehen wir mal davon aus, daß man aus dem Material einer Jacke ruhig auch eine Hose schneidern kann,
    und dann fällt zum zweiten Mal in diesem Buch der Name der amerikanischen Ausrüstungsfirma Abrercrombie & Fitch
    in Los Angeles.

    Aber der Reihe nach:
    In den zwanziger Jahren unseres Jahrhunderts benötigten die Großwildjäger eine Bekleidung, die strapazierfähig
    genug für den Busch, aber leicht genug für 40 und mehr Grad Hitze sein mußte, außerdem jederzeit mit wenig Wasser
    zu reinigen sein und über jede Menge Taschen für das Überlebensbesteck verfügen sollte.
    Die Lösung lieferte für A & F der Expeditionsausrüster Willis & Geiger - mit einem Baumwollstoff von 340 Lagen Garn
    auf ein Inch (was ungefähr dreimal so dicht ist wie bei üblichen Stoffen).
    Man nannte die daraus geschneiderte Jacke Modell 486, und sie wird heute noch produziert, gemeinsam mit zwölf anderen, einschließlich des Modells 476, an dem Ernest "Papa" Hemingway mitgewirkt hat:
    Er ließ für seine Brille eine weitere Tasche auf dem Oberarm anbringen.
    Dieses Modell 476 dürfte der beste Safarianzug sein, und wer ihn nicht in der Tropenboutique von Abercrombie & Fitch
    kaufen möchte, sollte sich eine Abbildung einstecken und ihn nach Maß anfertigen lassen:
    bei Safji Damji & Co in Mombasa.

    Einziger Nachteil:
    Die freundlichen indokenianischen Schneider verfügen nicht über den Originalzwirn, sind dafür jedoch rund 80 % billiger.

Seite 2 von 7 ErsteErste 1234 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •