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Thema: Sutor Mantelassi - handgearbeitete Schuhe aus Parabiago

  1. #21
    Erfahrener Benutzer
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    Nun ja, wo fängt das Problem an und wo hört es auf?!...
    Wenn überhaupt Maschinen eingesetzt werden? Wenn teilweise Maschinen eingesetzt werden?
    Bei Blake und Rapid Blake wird man in der Regel sagen können, daß beispielsweise bei Sutor Mantellassi die Schuhe weitestgehend von Hand hergestellt werden. Lassen wir mal die Spitzfindigkeiten bezüglich der Nähmaschine weg. Was machen wir dann bei einem handwerklich händisch hergestellten Schuh, bei welchem die Schleifmaschine zum Einsatz kommt, beispielsweise beim Absatz etc., das wäre ja dann auch keine 100 %ige Handarbeit, da dann eigentlich ja von Hand auch noch geschliffen werden müßte...
    Schwierig, und die Grauzonen sind mannigfaltig.

  2. #22
    Erfahrener Benutzer
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    Apropos Corridonia, von besagtem Schuhhersteller besitze ich auch noch ein Paar, diese wurde damals für Mauro Volponi hergestellt in handwerklicher althergebrachter Art und ohne Klebarbeiten an der falschen Stelle... Ist aber auch schon über 20 Jahre her...
    Dafür hätte ich von Sutor Mantellassi wohl über zwei Dutzend Paare oder gar drei, wenn man die Abgänge mitzählt. Die Schuhe sind zwar sehr gut gemacht, aber ich habe es trotzdem geschafft, schon drei oder vier Paare auf Baustellen kaputtzubekommen...
    Geändert von Malpensa (06.06.19 um 09:06 Uhr)

  3. #23
    Administrator Avatar von urban
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    Nun ja, ich würde sagen, dass es bei der Definition von wirklich handgemachten Schuhen darauf ankommt
    wie Schaft, Brandsohle und Laufsohle(n) miteinander verbunden werden, denn genau diese Nähte bestimmen wie flexibel der Schuh an sich ist
    bei sonst identischen Materialien.
    Dass der Anteil der reinen/puren Handarbeit bei allen sonstigen Arbeiten verschieden hoch ausfallen kann, ist eine andere oder weitere Frage.

    Das beginnt bei den Leisten, die die einen Schuhmacher selbst schnitzen und die anderen beim Leistenmacher oder in der Leistenfabrik bestellen,
    ob der Schaft manuell über den Leisten gezogen wird oder eine Einleistmaschine dafür verwendet wird,
    usw. und so fort oder ob ein vorgefertigter Absatz verwendet wird oder der Schuhmacher ihn selbst aus Lederflecken aufbaut.
    Diese Arbeiten bestimmen wesentlich den Schuhpreis.

    Interessant bei Sutor ist die Befestigung des Schaftes im Bereich des Absatzes:
    Sie nageln ihn, was normalerweise in Italien erst ab Bologna und weiter südlich gemacht wird während ab Bologna nach Norden hin
    dieser Teil des Schaftes händisch mit (Schuhmacher-) Draht, gepechtem Garn, eingebunden wird.

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