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Thema: Wann kaufst Du in einem Onlineshop, Ladengeschäft, Outletcenter oder Fabrikverkauf?

  1. #1
    Administrator Avatar von urban
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    Idee Wann kaufst Du in einem Onlineshop, Ladengeschäft, Outletcenter oder Fabrikverkauf?

    Man hatte schon versucht mich dazu zu überreden ein Ladengeschäft zu eröffnen - eine Frage des kleinen Einmaleins warum ich dies nicht getan habe.
    Schon nur einmal die Arbeitszeit war mir zu lang: 6 Tage lang geöffnet von morgens um 9 bis abends 19 Uhr.

    Im Zusammenhang mit den aktuellen Themen wie Innenstadt, Einkaufsgewohnheiten, Bekleidungsgrundwissen usw. fiel mir dann die Frage ein:
    Warum kauft jemand wo?
    Was erwartet sie/er von oder in einem Ladengeschäft wie (Fach-) Beratung, Anprobieren, sachkundige Ratschläge, sonstige Ansprüche wie nicht vom Personal belästigt werden?
    Wann tut es auch ein Onlineshop? Gibt es dort irgendwelche Erwartungen oder möchte sie/er einfach nur die Artikel kaufen?
    Bequemlichkeit, Umtausch, Preise usw.
    Dieselben Fragen über die Motivation für den Spaziergang durch ein Outletcenter - der Besuch eines echten Fabrikverkaufsladens dürfte oder könnte andere Gründe haben.

    Wann gehst Du in ein Geschäft, und wann kaufst Du online ein?

  2. #2
    Erfahrener Benutzer
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    Auch wenn sich einige Mitforanten pauschal über Fabian Zug geäußert haben (offensichtlich ohne seine Ware wirklich zu kennen) ist es ein guter Grund bei ihm vor Ort einzukaufen, da er exzellente Beratung bietet. Im Netz sieht vieles anders aus als in der Realität. Auch eine Frage der Haptik. Bei Fabian sieht die Ware im Netz deutlich schlechter aus als im Original. Da wir jedes Jahr an den Gardasee fahren, machen wir halt in München und schon paßt es.

    Bei Bekleidung ist es ähnlich, Interieur unterstützt sicher den Kaufanreiz (Storytelling in real) ABER wichtiger sind mir hier auch Qualität der Verarbeitung, Beratung, mich zu VERSTEHEN und ein angemessener Preis.

    Der Preis ist für mich kein Ausschlusskriterium. Hemden lasse ich Online von Tailor George fertigen aber nicht nur. Die Auswahl ist dort limitiert. Ich habe KEIN Problem damit meine Hemden selbst zu vermessen. Warum auch? Für die gleiche Leistung zahle ich sonst gerne (bei entsprechenden Interieur) 149,00 €. WARUM sollte ich? Außer ich bekomme den Stoff nirgendwo anders. Bei Heinrich Heissing in Lübeck und Campe & Ohff kaufe ich Hemden wenn TG mir nicht reicht. Höher im Preis aber ordentliche Vermessung und sehr gute Stoffe und Verarbeitung (C&O fertigt übrigens in Deutschland).

    Online kaufe ich eher unkomplizierte Produkte bzw. wenn ich genau weiß was es ist. Bei Fabian Zug kaufe ich demnächst ein Paar Schuhe welche ich vor Ort anprobiert hatte - klar geht es immer besser aber dafür müsste ich die Schuhe und Service vor Ort erleben UND die Frage beantworten ob das Mehr an Preis mir die Sache auch wert ist.

    Fazit: Viele Investments hätte ich mir sparen können aber viele auch nicht (sind somit gut investiert).

  3. #3
    Administrator Avatar von urban
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    Online kaufe ich nur Standardmaterial wie Tintenpatronen, Verpackungsmaterial usw. - einige Büroartikel kaufe ich wie eh und je in demselben Schreibwarengeschäft in Saarlouis.
    Meinen PC habe ich selbst zusammen gebaut, demnächst bräuchte ich noch einen Drucker mit günstigeren Tinten - dazu lese ich regelmäßig Druckerchannel, Hardwareluxx und Prad.de
    und treffe danach meine Entscheidungen.
    Bei der SSD war ich vor einem Jahr zu sparsam, benötige irgendwann noch eine zweite mit höherer Kapazität; bei der Grafikkartenentscheidung ahnte ich nicht,
    dass die Preise der neuen Generation dermaßen durch die Decke schießen. Das ist so oder so ein ganz spezielles Thema.

    Schuhe lasse ich machen, Schuhpflegemittel, davon sollte ich genug Zuhause rumstehen haben.
    Hosen - da liegen noch mindestens 8 neue auf dem Stapel, Sakkos könnte ich ein paar gebrauchen, Winterjacken und dergleichen mehr habe ich eigentlich! genug,
    Regenjacken auch Lederjacken sind meine Schwäche... aber die kommen dann vom Lederjackenmacher, und nein, nicht aus England.
    Anzüge benötige ich nicht - Krawatten sind eher mein Hobby - bei Hemden wird es schon diffiziler, entweder "für jeden Tag" von der Stange oder ich komme hoffentlich mal wieder nach Albino,
    um welche machen zu lassen, aber auch davon liegen noch mindestens 3 neue im Schrank.
    Vielleicht ergibt sich die Gelegenheit im Januar nach der PITTI, so sie denn stattfindet, mal wieder in Italien stöbern zu gehen. Herno und Lardini wären vielleicht spannend.

    Outletcenter in Deutschland und in Ostfrankreich - geschenkt, die haben einfach nicht das, was ich suche; ich finde die alle langweilig!
    Meiner Meinung nach ist das eher was für "Touris": Brands für Arme!

    In Italien reizt mich nur noch THE MALL in der Nähe von Florenz - die anderen kann man dort ebenfalls knicken.
    Echte Fabrikverkäufe mit entsprechend großer Auswahl sind interessant solange sie keinen großen Umweg auf meiner Tour bedeuten - die Neugier halt.

    Klamotten online kaufen?
    Höchstens bei Berardino, der mir auch via E-Mail bei der Größenfindung hilft falls erforderlich. Ansonsten kenne ich meine Hosengröße, hab' ja schon ein paar...
    In Saarlouis?
    Dort wird auch beim Pieper nicht mehr das in der Herrenabteilung geführt, was ich früher einkaufte - und in den anderen Geschäften auch keine Chance.

    Beratung?
    Eigentlich ist mein Bedarf bei Bekleidung und Schuhen nicht groß, aber eine weibliche Begleitung, die mir sagt was mir steht, wäre schon ganz hilfreich.
    Bei anderen Artikel nehme ich diese sehr gerne in Anspruch und bezahle auch dafür, da sie mir dient und sehr viel Zeitaufwand erspart.
    Es gibt nur leider immer weniger davon!

  4. #4
    Erfahrener Benutzer
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    Gut geschrieben, wie ich finde. Tja... Anzüge brauche ich nicht wirklich (neue). Da ich habe ich genug. Beruflich kann ich Anzug tragen bin aber auch meist in der Kombination Chino und Sakko sehr gut gekleidet. Sakkos könnte ich für den Winter noch brauchen - naja, Ok als Anzug mal wieder einen blauen (unspektakulär) aber dann bin ich breit und gut aufgestellt.

  5. #5
    Administrator Avatar von urban
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    Mich interessieren speziell die Antworten aus welchen Gründen heraus jemand welche Kaufgelegenheit wahrnimmt.
    Beispiel Onlineshop:
    Wenn es Standardartikel sind und jemand genau weiß was er will - Tintenpatronen/Druckerpapier/Platinen... - dann ja, oder wenn es seltene Sachen sind wie Alpacastricksachen aus Perú usw..
    Kauft jemand jedoch Produkte, die gut sitzen sollen, dann wird die Sache schon spannend...

    Outletcenter:
    Familien mit (Klein-) Kindern - günstiger geht es kaum als während der Soldes bei Petit Bateau in Frankeich. Familien müssen halt eben auf den Preis schauen, verständlich auch deshalb,
    da dort Kleidung aus der ganz normalen Produktion verkauft wird.
    Gegenbeispiel und 200 m davon weg: Polo Ralph Lauren.... Das ist wirklich Brands für Arme! Wobei die gar nicht wirklich arm sind nach den Autos auf dem Parkplatz davor zu ordnen.
    Was aber erwartet "Familie, Herr und Frau Normalverbraucher" wenn sie 100 km oder mehr Anreise in Kauf nimmt?

  6. #6
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    Mit Polo kann ich nicht zustimmen. Bedingt ja aber nicht absolut. Dort werden auch Fehlschnitte und Rückläufer verkauft. Ja, ein Großteil wird extra für das Outlet hergestellt. Kauft man es aber im Sale + Extrarabatt ist der Preis günstig bzw. in Ordnung. Allerdings muss man wissen was man dort kauft und erkennen was, was ist. Das Erkennen die meisten nicht (oder es ist ihnen egal).

  7. #7
    Administrator Avatar von urban
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    D'accord - die Kunden strömen in die Outletcenter in der Erwartung Marken-Qualität sehr günstig = zum niedrigen Preis kaufen zu können.

    Und wann oder warum kaufen immer mehr Leute in Onlineshops, meistens nur auf ein zwei, drei Riesenhandelsplattformen?
    Was bleibt da noch an Kaufmotivation über für die Geschäfte im Zentrum der eigenen oder nächstgelegenen Stadt?

    Welchen Wert legen sie in allen Fällen auf Fach-Beratung, oder verzichten sie darauf?

  8. #8
    Administrator Avatar von urban
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    Es soll bekanntlich auch jede Menge FAKE-Klamotten auf dem Markt geben - nachgemachte Markenware, je teurer die Originale desto mehr Fakes für die besonders preisbewussten Käufer.

    https://www.originalo.de/fake-erkennen/kleidung/

    Wiederum andere sehr preisbewusste Marken-Käufer bedienen sich bei den Rest- und Sonderpostenhändlern, die sich den Heiligenschein der Exklusivität selbst verliehen haben
    wenn Mann, Frau auch, nur nach vorheriger Einladung dort shoppen darf!
    Nachrechnen, das Rechnen überhaupt, ist nicht jedermanns Sache... Dass irgendwo der Hase begraben liegen muss wenn es 50 %, 60 % RABATT gibt und von dem Wenigen, was übrig bleibt,
    auch noch der Restpostenhändler seine 30+X % einstreicht, sollte aber auch den supersmarten Shoppern einleuchten, oder doch eher nicht?

    Auch dort, wie auch in so manchem Outletshop, gibt es die Fakes ab Manufaktur, bei denen an allem gespart wurde, was "der Laie" nicht auf den ersten Blick sieht.

    Aber Hauptsache "preiswert" Brands geshoppt - Mann gönnt sich ja sonst nix außer PREMIUM BRANDS:
    Mein Haus, mein Boot, mein Auto.... und meine Premium Brands, um den "Sozialen Status" zu fixieren.
    Ganz früher gab es eine Zeitschrift namens Simplicissimus - heute schreitet die digitale Tumbisierung immer schneller fort, rechne nach mit 19 % MWSt, 60 % Rabatt, 30 % Prov!
    Und was kommt dabei raus?
    Kann a) ein Händler oder b) ein Hersteller damit überleben und c) wie lange?

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