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Thema: Reise nach Montegranaro

  1. #31
    Administrator Avatar von urban
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    Wenn ich die fertigen Schuhe erhalte, dann müssen sie perfekt sein in dem Sinne, dass sie exakt so gemacht sind wie bestellt und
    sie müssen in der gewohnten Art und Weise passen. Auf Nachbesserungen oder störende Nachlässigkeiten habe ich genau so wenig Lust
    wie auf anschließende Debatten mit dem Schuhmacher.
    Das wissen die auch ganz genau:
    Ich sage was und wie ich sie will, und sie machen dann zum Schluss den Preis, den ich dann kommentiere mit: Va bene, grazie mille!
    Das ist zwar etwas teurer aber auch viel einfacher!

  2. #32
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    Paßt. Bei aller Lust auf günstige Preise, diese ergeben sich doch meist bereits dadurch das man direkt kauft und nicht über etliche Ecken (Boxpusher, Zwischenhändler usw.).

    In dem anderen Forum hatte ich mich gewundert das einer der Verkäufer dort nicht einmal wußte ob seine Hemden Vollzwirn sind... Ich wollte nicht einmal spezifisches wissen.

  3. #33
    Administrator Avatar von urban
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    Du sprichst einen sehr interessanten Aspekt an, der sowohl im Online- als auch im lokalen Einzelhandel von großer Bedeutung ist
    für den Kunden wohlgemerkt!
    Ich selbst werde wohl nie mehr verstehen warum jemand bei einem oberahnungslosen box-pusher einkauft, egal was, und
    dazu auch noch geil ist auf die Märchenvideos; dasselbe gilt auch für den lokalen Einzelhandel, der ebenfalls zunehmend Probleme hat
    qualifiziertes Fachpersonal zu gewinnen und dementsprechend angemessene Preise für seine Fachberatung durch zu setzen.
    Dort kauft speziell die Jeunesse dorée teure Brands zu extremen Preisen

    Das Problem des Shoppings bei box-pushern ist, dass sie mit dem Brustton der Überzeugung,
    richtig: Oberahnungslosigkeit bei null Fachwissen, die tollsten Behauptungen über ihre Ware aufstellen:
    • aus einem ganz normalen Schlips wird eine 3-fold-Krawatte
    • statt speziellen Krawattenstoffen werden Stoffrestbestände für Sakkos und Hosen verwendet
    • usw. usf.
    • Bei Schuhen ist es dasselbe Spiel:
    • handgemachte Schuhe aus der Manufaktur = Schuhfabrik mit Niedriglöhnen, alles geklebt und mit der Maschine vernäht,
    • Meister, die sie fertigen = angelernte Kräfte, von Meisterarbeit kann noch nicht einmal im Entferntesten die Rede sein
    • usw. usf.


    Ich verstehe keinen einzigen dieser Kunden*innen, die sich um Preise und Leistung,
    von der sie allerdings selbst ebenfalls keinen auch noch so blassen Schimmer haben,
    ständig bei allem und jedem in den Vordergrund rücken, aber bei solchen ebenfalls ahnungslosen Anbietern einkaufen.
    Haben sich da etwa die zwei Richtigen gefunden - ist das kundenorientes Marketing, die Leute zu veräppeln?

    Ich verstehe auch nicht warum irgendwelche Körpermaße jetzt auf einmal Maß-Anzüge, -Sakkos oder gar Maßschuhe ergeben sollen.
    Auch kein Jota warum ein 3d-Drucker, eine Foto-App und eine Nähmaschine bessere Schuhe liefern sollen als ein Schuhmachermeister.
    Dazu eine kurze Geschichte:
    Als ich zum allerersten mal den Laden von Damiano betrat meinte er "un momento, per favore", suchte ein paar Minuten in seinen Regalen
    und reichte mir ein Paar Schuhe, die eine Passgenauigkeit von gut über 90 % haben.
    Meine Schuhgröße hatte ich ihm nicht gesagt - mein Italienisch sehr schwach bis gar nicht vorhanden, Religion sehr gut!

    Aber es soll tatsächlich Leute geben, die meinen, dass der x-te Aufguß von Maße-Schuhen via Digitaltechnik nun auf einmal funzt,
    dabei können sich 3D-Scanner + Spezialsoftware seit mehr als 10 Jahren nicht durchsetzen.
    Aber ein neues START-UP darf mal wieder viel Geld von Steuerzahlern verbrennen und einen Hype lostreten,
    die digitumben Early Adopter laufen schon heiß!

    Aber warum kauft nun jemand überhaupt bei einem Oberahnungslosen mit seinen manchmal total überzogenen Preisen
    und verteidigt einen solchen Marketender heftig gegen jedwede Kritik an seinem Dummgeschwätz + seinen Preisen noch dazu?

    Wie crazy darf Mann heute sein, oder ist solch ein Geld-Fenster-Rauswurf mittlerweile TOTAL NORMAL,
    denn SHOPPING ist ja ein ERLEBNIS, das ABENTEUER schlechthin im digital geprägten Alltag?
    Oder der männertypische Spieltrieb?
    Ich schmeiß mal 500 € hin und gucke dann mal was dann im Paket drin ist?
    Solange genug Leute diesen Tumbsinn beklatschenist die I-Net-Welt noch in Ordnung, ich meine damit das persönliche UMFELD,
    das den Absatz der black boxes supportet.

    Click & buy!
    Picturesque & colorful
    Fairy tales wohin man schaut, wo man geht und wo man steht

    Wahrscheinlich bin ich schon zu alt, wurde dazu noch von einer im 19. Jahrhundert geborenen Dame miterzogen,
    um diesen digitalen Krampf zu verstehen.
    Wo die so oft beschworene LEISTUNG dabei bleibt - ich bin nicht intelligent genug zu verstehen worin die dabei liegen soll,
    weshalb ich immer wieder behaupte:
    BILLIG ist damit tatsächlich gemeint, dieses Unwort der deutschen Sprache, der Gegenpart von TEUER.

    Aber dennoch verstehe ich nicht warum man einem Gauklern & box-pushern glaubt und bei ihnen einkauft:
    Wer drei Mal lügt, dem glaubt man nicht! Oder wird dieses Märchen nicht mehr erzählt?
    Das kenn ich noch von meiner OMA.

    Ausnahmen bestätigen die Regel!
    Natürlich kaufe ich mir auch manchmal noch Sachen bei Stockista, wenn ich sie kenne, die Sachen natürlich,
    weiß wie sie passen und welche Qualität sie aufweisen, das natürlich zum günstigen Kurs!
    Meistens bin ich beim Auspacken positiv überrascht, lediglich beim Passen wurde ich öfters schon an meinen Cola-Konsum erinnert.
    Der Punkt ist dann ganz einfach der: Ich brauche gar keine Beratung!
    Aber viel lieber natürlich direkt vor Ort, alleine schon der netten Gespräche und des Wiedersehens halber!
    Schuhe sowieso - die müssen passen!

    Allen eine schöne Woche!
    Und hoffentlich nehmen mir nicht so viele diese Zeilen krumm und nehmens dafür auf die Schulter.

  4. #34
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    Bedauerlicherweise ist Deutschland mittlerweile ein Land in dem mannfraufräulein einem die Wahrheit krumm nimmt, wenn diese nicht ins Konzept paßt. Und sei es nur weil da jemand auf den Boden der Wahrheit gezogen worden ist und somit unsanft aus den Träumen gerissen und in die Realität umgesetzt wurde...

    Ich verstehe heute vieles nicht mehr, bemühe mich aber auch nicht mehr, jeder darf sein gutes Geld für jeden Müll der falschen Welt ausgeben...

    Aber bitte nicht hinterher lamentieren...

  5. #35
    Administrator Avatar von urban
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    Tja, so ist's nun mal leider

  6. #36
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    Nach circa 150 Tragetagen(Verschleiß hält sich sehr in Grenzen)Name:  5469092F-A830-4397-9830-80234BDD7457.jpg
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  7. #37
    Erfahrener Benutzer
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    Auch wundere ich mich immer wieder darüber wie etwas gehyped wird und dann, wenn der Hype so richtig "zieht", irgendwelche blindpacks verkauft werden - für, wie ich finde, viel Geld wird etwas gekauft was man vorher nie gesehen hat geschweige denn eine Ahnung hat was da eigentlich kommt...

    Eine ordentliche bzw. gute Krawatte kann man, je nach Hersteller, für den Preis ab 50,00 € erwerben aber nur was teuer ist kann auch gut sein. Und ja, ich kann es beurteilen: In meiner umfangreichen Sammlung von Krawatten habe ich von (ur-)alten Hugo Boss, Aquascutum, Daniel Hechter (1x), Versace (1x), bis hin zu Drakes, Paul John, Armani (auch alt), Kiton, E. Zegna (etliche), Gant, Nicky, Blick, Bassi usw. einiges dabei. Auch die Unterschiede sind deutlich zu spüren - teurer ist nicht immer besser. Insbesondere kleinere oder anders positionierte Label / Manufakturen produzieren bzw. verkaufen zu einem günstigen Preis und die Qualität ist nicht schlecht! Die Gants welche ich habe sind made in Italy - bei allen drei wird eine Manufaktur dahinter stecken, welche weiß ich leider nicht. Selbst Blick die ja irgendwo um die 50,00 - 60,00 € liegen sind ordentlich bis gut gearbeitet. Kein verschieben der Einlagen, keine Ziehfäden o.ä. Krawatten die Hangenäht wurden können wirklich schön sein, sowohl in der Bindequalität als auch dem visuellen Erlebnis aber auf der Libramaschine genähte Krawatten sind dennoch ebenfalls schöne Binder wenn die verarbeiteten Stoffe stimmig sind.

    Urban hatte zu dem Thema ja schon viel geschrieben und das viel besser ausgeführt als ich jetzt (kein Vergleich) und ich kann nur sagen es stimmt! Häufig wird bei Krawatten ein feeling good mitverkauft, Location oder das Gefühl eine Krawatte von dem "Hersteller" oder besser Brand zu tragen macht sie nochmals besonders (und kostet einiges mehr). WENN ich für die Qualität zahle ist es völlig Ok aber nicht für den Namen - das habe ich früher gemacht. Ich hatte mal ein interessantes Gespräch mit Sign. Bassi von Bassi Krawatten, dort kann man alles produzieren was der Auftraggeber wünscht und zu zahlen bereit ist. Von einfach zusammengeschustert bis hin zu handmade ist alles möglich und etliche folds. Daher...

  8. #38
    Erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von urban Beitrag anzeigen
    Andrea Ripani ist für Anfänger eine bessere Adresse, da sehr verständnisvoll, ruhig, bedacht und er kann Schuhe machen.
    Damiano Chiappini - meine Schuhe sind von ihm, er kann's auch, aber nicht jeder kommt mit ihm klar oder zurecht.
    Doriano Marcucci - der BESTE, auf jeden Fall eine Empfehlung, aber Sie sollten Italienisch sprechen.
    Franco Cimadamore - kann's auch, aber Sie müssen sich dann mit Schuhen auskennen und ihm alle Details angeben.

    Ergo bleiben übrig Andrea Ripani (nicht Fausto, sein Vater) oder Damiano.
    Ich schätze Doriano Marcucci spricht eher wenig Englisch. Weißt du ob er auch Französisch spricht und das eine Alternative zum Italienischen wäre?

  9. #39
    Administrator Avatar von urban
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    Soweit ich weiß spricht er nur Italienisch, es könnte sein, dass er mittlerweile auch etwas Englisch kann...
    Er könnte natürlich jemanden aus seinem Bekanntenkreis kennen, der Englisch oder Deutsch spricht.

  10. #40
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    Ich bin gerade dabei, meine Frau zu überzeugen ein paar Tage in die Marken zu fahren. Kennt jemand eine schöne Unterkunft in Meernähe? Dann hätte ich ungestört Zeit, mich in der Umgebung umzuschauen. Delle Rose liegt leider zu weit weg vom Meer.

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