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Thema: Dhu - Performance Cashmere

  1. #1
    Administrator Avatar von urban
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    Dhu - Performance Cashmere

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    Dhu Cashmere benutzt die feinen Cashmerefasern, um mittels mehreren Schichten aus verschiedenen Materialien, hochbelastbare Sportkleidung herzustellen;
    Näheres dazu erfahren sie unter STORY.



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    http://www.dhuperformance.com/

    Ein paar Modelle aus dem Shop


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  2. #2
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    Die Outdoorindustrie schwärmt ja von der Überlegenheit von Merinowolle gegenüber anderen Wollarten mit der Begründung, dass selbst nasse Merinowolle noch wärmt - ist das eigentlich wahr und inwiefern verhält sich das mit Kaschmirprodukten?
    Auf der Seite von Dhu vergleichen sie sich nur mit 'anderen' Wollarten, ohne sie genau zu nennen, einen direkten (Übersichts-) Vergleich mit Merinowolle habe ich nicht finden können.

  3. #3
    Administrator Avatar von urban
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    Wann ist Merinowolle nass und welches Garn ist gemeint?

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    Der Screenshot der Serie Quintessence von Emilcotoni - http://www.emilcotoni.com/quintessence.html - aus der übrigens auch der West Indian Sea Island Cotton
    für meine Strümpfe gestrickt werden, zeigt welche Garne für welchen Verwendungszeck gesponnen und zugerichtet werden.


    ACTIVE
    Emilcotoni's Active is an innovative yarn that produces high frequency long infrared rays at a temperature between 34 and 37 degrees.
    The ceramic micro parts ensembled in Active absorb energy and give it back to the body as heat: this is generated by water molecules of our body
    that produce and exchange heat with the fabric.
    The result is a pleasant sensation of dryness and confort all over the body.




    Es kommt also darauf an um welches Merino- oder Cashmeregarn es sich konkret handelt.
    Pauschal zu sagen, das (irgend-) ein Merinogarn irgendwelche spezielle Eigenschaften hat, ist nicht haltbar, es gibt Merinogarne aus ganz feinen Fasern
    wie der Record Bale von Loro Piana oder von Zegna mit ca. 10,5 micron und wesentlich dickere Merinofasern - dito bei Cashmere.

    Deswegen betont Dhu, dass nur ganz feine Fasern von 15 micron verarbeitet werden, was unter dem Durchschnitt der anderen Fasern liegt
    und zitiert dabei auch Merino, die in der Regel einen größeren Durchmesser haben.
    Beide Garne haben gemeinsam, dass der Haarkanal gefüllt ist - im Gegensatz zu Vicuna, Guanaco und Alpaca - und ähneln sich bei Faseraufbau und -struktur,
    weisen also rein von den Fasern her fast gleiche Eigenschaften auf.
    Aber es kommt, wie das Beispiel von Emilcotoni zeigt, darauf an wie die Fasern (= staples) zu einem Garn verarbeitet werden und
    das ist das Knowhow der Garnspinnerei.

    Es gibt also nicht ein Merino- und ein Cashmeregarn, sondern es kommt ganz konkret auf die Eigenschaften dieses oder jenes Garns von diesem oder jenem Hersteller an.

    Und letztendlich auch darauf wie dieses Garn verstrickt, gewebt oder allgemein ausgedrückt: verarbeitet wird.

  4. #4
    Erfahrener Benutzer
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    Ich bin immer davon ausgegangen, dass es im Großen und Ganzen ein paar Grundeigenschaften geben würde, eben jene mit denen immer wieder auf Outdoor-Seiten für Merinowolle geworben wird:

    Merinowolle knittert kaum, da die Faser sehr elastisch ist
    Merinowolle nimmt Schmutz schlecht an
    Merino ist ein natürliches Produkt, welches aus Keratin besteht. (dass auch in Haut, Haar und Nägeln zu finden ist).
    Merinowolle ist biologisch abbaubar
    Merinowolle kann sich nicht elektrisch aufladen und haftet damit nicht auf der Haut
    Merinowolle besitzt einen UV-Schutzfaktor von mindestens 50, Synthetikfasern können da nicht mithalten
    Für den Grobmotoriker in jedem von uns nicht unwichtig: Im Gegensatz zu Kunstfaser ist Merinowolle nur schwer brennbar.
    aus http://www.alpinsport-basis-blog.de/...dpress/?p=3293

    Ich habe im Internet gesucht um mir die Tipperei zu ersparen;)

    und ganz speziell:

    Wollfasern sind hydrophile Fasern - und genau das macht sie extrem funktional! Sie können bis zu 35% ihres Eigengewichts an Feuchtigkeit aufnehmen, ohne sich nass anzufühlen. Dabei bleibt die Faseroberfläche trocken, während die Feuchtigkeit in den Faserkern wandert. So fühlt sich Wolle, im Gegensatz zu Daune oder Polyester, selbst im nassen Zustand warm und komfortabel an. Selbstverständlich trocknet Wolle auch schnell wieder - wodurch sie dich selbst an heißen Sommertagen erfrischend kühl hält. Natürlich gibt sie die Feuchtigkeit auch wieder ab - und das ermöglicht bei warmen Temperaturen Erfrischung: warme Umgebungsluft führt zu einem schnellen Trocknungseffekt, bei dem kühlende Verdunstungskälte entsteht. So sind Wollfasern Multitalente, die genau das tun, was du in jeder Jahreszeit von ihnen erwartest - sie kühlen im Sommer und wärmen im Winter.
    Quelle: http://www.ortovox.de/faserwelt/merino-wool

    Die oben genannten Informationen findet man so mehr oder weniger (aber eigentlich immer mit dem ~35% wärme-feuchtigkeits Argument) bei gefühlt allen Outdoor-Herstellern und -Marken, unabhängig von der Mikronangabe.
    Icebreaker benutzt 23 Mikron laut dieser Angabe , Ortovox mit 19 und andere <15, die Werbeversprechen sind qualitativ identisch und nennen immer die 35%. Natürlich kenne ich nicht alle Hersteller, im Gegenteil, das Muster zieht sich aber so durch.

    Leider wird der Garnveredler und das zugehörige Produkt bei den großen Marken nicht genannt.

    Nichtsdestotrotz hier die Frage in Bezug auf die oben genannten Eigenschaften:

    Was hat in diesem Fall den größeren Einfluss auf die jeweiligen Eigenschaften: Die Art der Merinowolle oder die Veredelung und bis zu welchem Grad beeinflussen sie die jeweiligen Eigenschaften?

  5. #5
    Administrator Avatar von urban
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    Zitat Zitat von Kami Beitrag anzeigen
    Die oben genannten Informationen findet man so mehr oder weniger (aber eigentlich immer mit dem ~35% wärme-feuchtigkeits Argument) bei gefühlt allen Outdoor-Herstellern und -Marken, unabhängig von der Mikronangabe.
    Icebreaker benutzt 23 Mikron laut dieser Angabe , Ortovox mit 19 und andere <15, die Werbeversprechen sind qualitativ identisch und nennen immer die 35%. Natürlich kenne ich nicht alle Hersteller, im Gegenteil, das Muster zieht sich aber so durch.

    Leider wird der Garnveredler und das zugehörige Produkt bei den großen Marken nicht genannt.

    Nichtsdestotrotz hier die Frage in Bezug auf die oben genannten Eigenschaften:

    Was hat in diesem Fall den größeren Einfluss auf die jeweiligen Eigenschaften: Die Art der Merinowolle oder die Veredelung und bis zu welchem Grad beeinflussen sie die jeweiligen Eigenschaften?
    Welche Eigenschaften meinst Du genau - die maximale Feuchtigkeitsaufnahme von Merinowolle?
    Was verstehst Du in diesem Zusammenhang unter Veredelung - die Spinntechnik an sich, die Weiterverarbeitung der Garne, das Weben oder Stricken, die Bearbeitung des Stoffes,
    eine eventuelle Beschichtung oder was genau?
    Was möchtest Du im Endeffekt wissen, worauf möchtest Du genau hinaus?

  6. #6
    Erfahrener Benutzer
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    Ich habe mich etwas kompliziert ausgedrückt; am liebsten würde ich alles wissen, dass würde aber wohl zuviel Zeit in Anspruch nehmen;)
    In Bezug auf die Veredelung meinte ich alle Stationen die du genannt hast, ich schätze alle haben dabei ihren Einfluss?
    Mich würde interessieren, inwiefern die folgenden oftmals zitierten Eigenschaften allgemein gültig sind, quasi unabhängig von ihrer Veredelung und unabhängig von der Mikronangabe, solange die Voraussetzung 100% Merinowolle erfüllt ist:

    Merinowolle knittert kaum, da die Faser sehr elastisch ist
    Merinowolle nimmt Schmutz schlecht an
    Merino ist ein natürliches Produkt, welches aus Keratin besteht. (dass auch in Haut, Haar und Nägeln zu finden ist).
    Merinowolle ist biologisch abbaubar
    Merinowolle kann sich nicht elektrisch aufladen und haftet damit nicht auf der Haut
    Merinowolle besitzt einen UV-Schutzfaktor von mindestens 50, Synthetikfasern können da nicht mithalten
    Für den Grobmotoriker in jedem von uns nicht unwichtig: Im Gegensatz zu Kunstfaser ist Merinowolle nur schwer brennbar.
    und am interessantesten ist für mich das Flaggschiff-Argument:
    Wollfasern sind hydrophile Fasern - und genau das macht sie extrem funktional! Sie können bis zu 35% ihres Eigengewichts an Feuchtigkeit aufnehmen, ohne sich nass anzufühlen. Dabei bleibt die Faseroberfläche trocken, während die Feuchtigkeit in den Faserkern wandert. So fühlt sich Wolle, im Gegensatz zu Daune oder Polyester, selbst im nassen Zustand warm und komfortabel an.
    Inwiefern sind die Eigenschaften bei Merinowolle allgemeingültig, unabhängig von Qualität und Bearbeitung?

  7. #7
    Administrator Avatar von urban
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    Da könntest Du genauso gut fragen welche Eigenschaften hat Baumwollgarn - es gibt schlechte, gute und sehr gute Baumwollfasern, gute und weniger gute Spinnereien.
    Dies gilt ebenso bei Merino.
    Der Faserdurchmesser startet bei ganz wenigen Ballen Rohwolle bei ca. 10,5 micron und reicht bis ...., die Faserlänge hat ebenso ihren Einfluss auf das Verspinnen
    und dann kommt es darauf an wie versponnen wird:
    Vom Entgrannen falls erforderlich, der Reinigung über das Kämmen usw. der verwendeten Maschinen, der Einstellung derselbigen, dem Knowhow der Spinnerei
    bis hin zum fertigen Faden und Garn gibt es eine große Bandbreite.

    Man kann grundsätzlich sagen, dass je feiner und länger die Fasern und je mehr Crimb sie haben das Ergebnis, die Wolle bzw. das Garn um so besser wird.

    Dann gibt es, wie schon gesagt, gute und weniger gute Spinnereien, und die bieten wiederum verschiedene Garnqualitäten in verschiedenen Zurichtungen an
    wie z.B. spezielles Garn für Rundstrickmaschinen (z.B. Strümpfe) oder besonders farbechtes Garn oder ....

    Diese Antwort mag nicht zufrieden stellend sein, aber auch der Stricker- und Webermeister müssen lange lernen und Erfahrungen sammeln, um die für ihre Zwecke
    besten Garne auszuwählen und zu bestellen.

    Zu der Feuchtigkeitsaufnahme:
    Die Angabe von 35 % ohne dass sich der Strick oder Stoff feucht anfühlt kann stimmen - weder weiß ich es noch könnte ich es überprüfen.
    Die Gesamtaufnahmefähigkeit von Feuchtigkeit liegt aber wesentlich darüber, ich glaube bis zu ca. 60 % vom Eigengewicht.
    Der Satz über das Wandern der Feuchtigkeit in den Faserkern halte ich für etwas mißverständlich formuliert, da der Faserkanal bei Merinowolle mit Wollfett = Lanolin gefüllt ist.
    Gemeint ist wahrscheinlich die Kapillarwirklung der Garne wenn sie die Feuchtigkeit aufsaugen und diese sich so gleichmäßig verteilt.

    Es gibt aber auch Garne bzw. Gewebe, die die Feuchtigkeit vom Körper weg an die Oberfläche des Textils weiterleiten;
    Schau mal dazu auf den Seiten der Spezialisten wie Emilcotoni für Baumwolle oder Schoeller für Gewebe nach.

    Bei Strick und bei Stoffen kommt es auch auf das Weben plus Finish des Stoffes wie es W.T. Johnson & Sons macht http://www.bestofbest-mode.com/showt...ull=1#post1302
    an bzw. die Qualität der Stricksachen selbst an.

    Ich kann Dir daher leider keine abschließende Antwort geben - Du merkst aber in der Regel am Preis, falls es sich nicht gerade um ein sehr bekanntes Brand
    mit hohem Werbeetat handelt, vorab um welche Qualitätsklasse es sich bei dem Merinogarn in etwa handelt.
    Den Rest must Du ertasten oder erfühlen und Dir die Qualität des Stricks oder Kleidungsstücks anschauen.

  8. #8
    Erfahrener Benutzer
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    Danke für die sehr gute und ausführliche Antwort, es beantwortet mehr als genug und die Antwort auf die Feuchtigkeitsaufnahme werde ich bei Gelegenheit vielleicht von Spezialisten erhalten.

    Dem Erfühlen der Qualität traue ich mir nicht so ganz zu - da fehlt es mir an Erfahrung und ich weiß auch nicht, wann Tricks Waschmittel verwendet werden, die zumindest anfangs besondere Flauschigkeit hervorrufen.
    Das gilt wohl eher für die 50€/Kaschmirpullover in den großen Kaufhäusern und nicht für kleine Strickereibetriebe in Hinterhöfen in Umbrien - die Problematik bleibt aber bestehen. Bewerthen ist daher problematisch für mich underst so langsam bekomme ich ein Gefühl, wann Wolle kratzt und wann nicht. Manchmal zeigt sich das unangenehme Verhalten auf der Haut nicht sofort und eben das kann ich mit der Zeit besser erkennen.

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