Die 'wärmsten' Garne für Strümpfe sind
  1. Vicuna - Haarkanal hohl
  2. Guanaco - Haarkanal hohl
  3. Alpaca - Haarkanal hohl
  4. Cashmere
  5. Merino
  6. Angora__________..................
  7. feine Baumwolle
  8. Seide

Bei Strümpfen kommt es darauf an, dass sie möglichst dicht gestrickt sind, weder den Wind durchlassen noch die warme Luft wegstreichen lassen;
sie sollten also entweder glatt gestrickt sein oder mit Rippen.
Um möglichst warm zu halten muss der Stricker einen Kompromiss finden zwischen der Garnstärke und der Dichte des Strumpfes;
bei der Verwendung von dickem Garn, also entsprechend dicken Strümpfen, die entsprechend auftragen im Schuh, dafür aber eine dickere, isolierende Luftschicht
um den Fuß bilden, entstehen automatisch gröbere Maschen und der Strick wird dadurch winddurchlässiger an der Wade, hält dort also nicht mehr so warm.

Hier spielt jetzt auch der Preis eine wichtige Rolle, denn je feiner das Garn, egal ob Merino, Baumwolle oder Cashmere, desto teurer ist es.
Bei Cashmerestrümpfen werden daher in der Regel 2-ply NM 28.000 verwendet, kurz: NM 2/28.
Bei Merinogarnen verdoppelt sich in etwa der Pries von der Stricker statt NM 2/28 ein Garn der Feinheit NM 2/60 verwendet.
Die Kunden schauen nur auf das Material wie 100 % Baumwolle, Merino oder Cashmere - die Garnfeinheit, wenn man so will die Garn-Qualität,
wird aber nicht angegeben.
Dann gibt es auch noch den weit verbreiteten Irrtum, dass je dicker der Strumpf desto besser seine Qualität, desto mehr erhält der Kunde für sein Geld.

Bei Hemden weiß jeder, dass ein 300er Stoff viel, viel teurer ist als ein 100er - paradoxerweise sehen die Männer das bei Strümpfen genau anders herum!

Wolle - damit kann bei Strümpfen nur die Schafwolle gemeint sein - damit sie nicht kratzt genau die Merinowolle.

Zu welchen Strümpfen also raten?
Das ist in erster Linie wohl eine Frage des persönlichen Geschmacks, ob jemand feine, elegante also glatt gestrickte Strümpfe eher mag oder
ob es im Winter auch dicke Wollstrümpfe sein dürfen.
Ich selbst mag viel lieber dünne Strümpfe auch bei Merino oder Cashmere, denn sie tragen in den Schuhen nicht auf, drücken die Füße je nach Passform der Schuhe nicht,
und sie sind ein sehr guter Kompromiss zwischen warmen Füßen und warmen Waden und man schwitzt darin nicht so schnell wenn man in die Wärme kommt.

Aus letzterem Grund trage ich wenn es nicht gerade wirklich sehr kalt ist, am liebsten Strümpfe aus West Indian Sea Island Cotton,
da sie an der Wade dichter sind, halten den Wind ab und vermeiden die Auskühlung, aber sie halten draußen natürlich nicht so warm wie Merino oder Cashmere.
Allerdings gerät man darin auch nicht in's Schwitzen in Gebäuden - ein Nachteil von zu warmhaltenden Strümpfen wenn man damit dann wieder in's Freie kommt.

Da ich niemanden kenne, der für Strümpfe aus reinem Cashmere in beispielsweise: NM 2/80, also einem feinen Garn, bereit ist 100 € auszugeben,
dürften Merinostrümpfe - wenn's geht nicht zu dicke, sie sehen wenig elegant aus, ein guter Kompromiss zwischen Warmhalten, Auftragen und Eleganz am Bein sein.

Die Hersteller geben in der Regel das verwendete Garn leider nicht an - wenn das Garn zu 100 % aus Merino (oder Cashmere) besteht und kein Elasthan enthält,
dann machen man den Zugtest:
den Strumpf am Beinling fassen und quer zur Längsrichtung zwei-, drei mal auseinanderziehen und wieder loslassen- dasselbe dann in Längsrichtung.
Nimmt der Strick wieder seine alte Form an, dann können sie ihn beruhigt kaufen.
Beimischungen von Kunstfasern bis zu 5 % oder 10 % halte ich für unbedenklich, sind aber andererseits die Frage der persönlichen Einstellung.
Der Preis wird dadurch bei demselben Garn etwas niedriger.

Achten Sie aber bitte immer auch auf die Ausführung der Ferse und die Handkettelung der Strumpfspitze und darauf, dass Ferse und Spitze (mit Polyamid) verstärkt sind.