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Thema: Das Beste vom Besten = das Teuerste?

  1. #1
    Administrator Avatar von urban
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    Idee Das Beste vom Besten = das Teuerste?

    Eine lustige Frage!

    Ehrlich gesagt habe ich es noch nie genau ausgerechnet, werde es wohl auch nicht tun, denn
    wat den Eenen sin Uhl, is den Annern sin Nachtigall.

    So ein Basispaket mit sehr hohem Standart kann sich jeder selbst ausrechnen:
    15 Paar Strümpfe (Socken?) = 300.- €
    15 Garnituren Unterwäsche = 1500.- €
    10 Hemden, MTM = 1.000.- €
    5 Gürtel = 200.- € oder 1.000.- €
    5 Paar Schuhe, handgemacht = 4.000.- €
    ....

    Er wird beim Basisset so irgendwo zwischen 10 T€ und 20 T€ landen.
    Das hört sich im ersten Moment nach sehr viel an - aber rechnet man nach wie viel im Schrank hängt und was das alles
    einmal gekostet hat, oder wie viel man Jahr für Jahr in Restaurants liegen läßt, an der Tanke, in der Autowerkstatt,
    im und für den Urlaub - dann relativiert sich das ganz schnell, zumal die Anschaffungskosten einmalig sind und
    die Folgekosten recht niedrig ausfallen - maximal für ein paar Ergänzungsteile pro Jahr.
    Es wird erst recht sehr preisgünstig wenn man sich einmal vor Augen führt wieviele Sachen
    man in den letzten 5 Jahren irgandwann gekauft und nach kurzer Nutzungszeit entsorgt hat.


    MANN ist eigentlich sehr billig im Unterhalt p.a.. - FRAU eher etwas teurer, denkt Mann allein an Handtaschen & Schuhe.

    Gestern unterhielt ich mich mit einem jungen Mann ganz kurz über das Thema - ihm fiel auf, dass es sich bei den Einkäufen
    der Teens und Twens um die altbekannte Salamittaktik handelt:
    Oft für wenig Geld einkaufen und immer nur Krempel im Schrank - low budget wardrobe!
    Nachrechnen wie viel Geld so im Laufe eines Jahres über den Thresen und wieviele Teile nach kurzer Zeit schon in die Müto
    wandern tut niemand mehr - Qualität: zu teuer!
    Die oft beschworene Nachhaltigkeit - nichts weiter als ein Wort.

    Wenn jemand jetzt die Outlets im Italien- oder Frankreichurlaub abklappert oder sich direkt zu den Schuhmachern und
    Maßschneidern bewegt, für den wird es naiv-mathematisch betrachtet natürlich preisgünstiger.
    ABER
    die ersten Leute fangen bereits an sich darüber zu beschweren, dass so viele Schaufenster leer sind und
    so viele Geschäfte dicht gemacht haben (die ach so bösen Händler!).
    RENTABEL im Sinne von Zeitaufwand und Kosten sind immer noch die Spontankäufe in dem Geschäft,
    in dessen Schaufenster man gerade etwas schönes entdeckt hat.

    Also so teuer ist es nicht sich gute Kleidung, Schuhe und Accessoires zu kaufen - nur leider sind die Leute
    landauf, landab sehr markenaffin und dann kann es schon sehr teuer werden....
    Hier gilt dann wieder die Ungleichung:
    Anschaffungskosten bei eigenem Wissen über Kleidung, Design, Qualität < Marken- oder Brandeinkäufe

    Haben Sie einmal eine Aufstellung über den Wert Ihres Schrankinhalts/Ankleidezimmers für Ihre Hausratversicherung gemacht?
    Staunen & Raunen werden Sie - ich verspreche es Ihnen!

    Ach ja - und ehe ich's vergesse die Frage überhaupt:
    Suchen Sie im Restaurant nach dem Preis aus oder nach dem (Heiß-) Hunger?
    Ich verstehe nämlich nicht warum die Leute im Gegenzug bei ihren Klamottenkäufen um den letzten Cent fuckern.

    So teuer ist es also wirklich nicht sich sehr gut zu kleiden wenn man sich dabei auskennt und auf Brands komplett verzichtet.

    "<" steht dabei für tatsächlich preisgünstiger, aber bitte nicht verwechseln mit Schnäppchenjagd & Co: "preiswert"

  2. #2
    Administrator Avatar von urban
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    Eigentlich wollte ich einen neuen Thread starten, habe dann aber diesen gefunden.

    Die Frage ob das Beste vom Besten immer auch das Teuerste ist berechtigt - genau so wie die Frage was preiswert ist.
    Heute habe ich die handgenähten Boots von White Kloud aus Japan vorgestellt - handeingestochen und von Hand gedoppelt.
    wenn ich mir da den Schrott an Schuhen anschaue, den ein spezieller deutscher Schuhversender für's gleiche Geld im Angebot hat,
    mit Klebeband, dicker Korkausballung und schön sind sie auch nicht,
    dann frage ich mich wer diese überhaupt noch kauft - oder ist der Name eventuell schon eine Marke, oder sogar ein Brand bzw. wird dieser Kistenschieber bereits als Hersteller eingewertet?

    Sei es wie es will - Fakt ist, dass das Beste wirklich nicht das Teuerste sein muss - es sei denn jemand sieht nur die Produkte mit den weltweit bekannten Brands
    als das Beste an, was er und sie für Geld kaufen wollen.
    Nur gibt es jede Menge erstklassiger Kunsthandwerker - seien es Schuhmacher, Feintäschner, Jackenmacher, Hutmacher oder Maßschneider,
    die eine weit bessere Leistung, viel bessere Produkte, für weit weniger Geld anbieten als die Brands, die nur einen Zweck verfolgen:
    Mit möglichst wenig Einsatz möglichst viel Geld zu verdienen - um damit den Luxus der Dekadenten zu bedienen.

    Aber jemand, der sich tatsächlich für gute Sachen interessiert wie zum Beispiel tatsächlich handgemachte Schuhe oder Lederjacken, um beim heutigen Thema zu bleiben,
    der wird diese Sachen auch zum günstigen Preis bekommen - nur gewusst wo und von wem!
    Teurer?
    Fehlanzeige - wenn man etwas genauer hinschaut und nicht Äpfel mit Birnen vergleicht, und selbst dann auch in ganz vielen Fällen.

    Dann kann man auch tatsächlich einmal von Preis und preiswert reden statt sich bequemerweise beim Kistenschieber ein Paar billigst gemachte Schuhe
    für dasselbe Geld in den Warenkorb zu klicken.

    Ein schönes Wochenende!

  3. #3
    Micka
    Gast
    Ich muss gestehen, dass ich mich das auch schon öfters gefragt habe, muss es immer das Teuerste sein? Und ist dann die Qualität besser? Ich bin mir nämlich nicht so sicher, ob es wirklich so ist. Kann es nicht auch sein, dass man wunderschöne Klamotten, die von keinem Designer sind und nicht so teuer, auch woanders herbekommen kann? Ich denke schon. Auch habe ich festgestellt, dass manche teuere Sachen gar nicht nach ihrem Wert aussehen, sondern sehr billig wirken, während günstigere Kleider auch mal sehr edel aussehen können.

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