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Thema: Gut Kleiden - Teil 1: Sammelsurium Gentleman, Dandy, Looks und Einleitung

  1. #31
    Administrator Avatar von urban
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    Einmal hatte ich das Glück und die Zeit einen Zwischenstopp auf der Pitti einzulegen, aber die meisten Leute sind nicht sonderlich auffallend
    angezogen, sehr gut sehr wohl, also geschmack- und stilvoll - Bella Italia eben!
    Mir fiel nur ein männliches Paar auf, das etwas auffallend - der kleinere Herr trug u.a. Zylinder - gemustert war.
    Man darf nicht vergessen, dass die Pitti Immagine eigentlich eine Ordermesse für Händler ist, und Fotografieren, zumindest in und im Bereich
    der Messestände (in den Gebäuden) ist eigentlich verboten, wird aber den Käufern gestattet, um den Überblick über ihre Bestellungen zu behalten.

    Sehr interessant und allemal ist die Pitti einen Besuch wert!

  2. #32
    pazi
    Gast
    Zitat Zitat von urban Beitrag anzeigen
    Ja stimmt - ich hätte ein anderes Beispiel nehmen können, so eins mit "Sandals and Socks" im Urlaub - ist aber auch ein weites Feld.
    Also gerne kann jemand Socken und Sandalen anziehen. Das ist jedem selbst überlassen, besser versucht man sich nicht zu echauffieren, stattdessen bei sich und vorallem fröhlich bleiben
    Es gibt aber Bereiche in denen man meiner Meinung die eigene Kleidung bzw. die eigene Außenwirkung überlagert wird von höherwertigen Anforderungen. Vorallem in Bereichen in denen man als Repräsentant z.B. einer Firma auftritt.

  3. #33
    Mr. Blindbuy
    Gast
    Zitat Zitat von pazi Beitrag anzeigen
    Also gerne kann jemand Socken und Sandalen anziehen. Das ist jedem selbst überlassen, besser versucht man sich nicht zu echauffieren, stattdessen bei sich und vorallem fröhlich bleiben
    Es gibt aber Bereiche in denen man meiner Meinung die eigene Kleidung bzw. die eigene Außenwirkung überlagert wird von höherwertigen Anforderungen. Vorallem in Bereichen in denen man als Repräsentant z.B. einer Firma auftritt.
    Na klar, aber man wird in so einem Job auch nicht lange bleiben, wenn man sich den gängigen Kleidungsnormen verschliesst.

  4. #34
    Administrator Avatar von urban
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    Wir sollten uns vom dem stilgerechten Kleiden im Job - Businessman - verabschieden, denn sonst sind wir gleich bei der Sichtweise,
    dass die stilvolle Kleidung eines Herrn nur der Anzug mit Hemd, Krawatte und rahmengenähten Schuhen sein kann,
    und diese sehr simple Betrachtungs- und Herangehensweise möchte ich doch lieber Anfängern überlassen.

    Die Klassische Herrenbekleidung umfasst ein sehr großes Repertoire und kann auf viele Kleidungsstücke zurückgreifen,
    die Kunst besteht nur daran sie geschickt kombinieren zu können und anlaßbezogen zu tragen - das mag durchaus
    bei einem Firmenrepräsentanten der Anzug, ausgerichtet nach der Corporate Identity, sein.

    Ist man aber selbständig tätig, dann sollte man schon etwas variabler sein:
    Einen Behördenbesuch als Antragsteller hätte ich niemals in einem Anzug gemacht - sondern in einer Kombination,
    denn das Risiko den Neid zu erwecken (Beamte und das Gelübte der ewigen Armut) war mir schlicht zu groß,
    ich trug sogar gerne Themenkrawatten, die immer für einen flotten Spruch taugten - OK, nicht unbedingt beim ersten Treffen.
    Mit dieser Kombination wäre ich natürlich ungern zu einem Notar- oder Banktermin erschienen.

    Bei all seinen Auftritten sollte ein gewisser Stil, eine Eigenart des Trägers zu erkennen sein, wie gut gepflegte Schuhe
    ein zur Hose passender Gürtel, Hemd, Krawatte und Sakko aufeinander abgestimmt - durchaus mit gewissem Spleen
    wie die Motivkrawatten oder sehr ausgefallene, elegante.
    Und ja - man sieht der Kleidung schon an aus welcher Preisklasse sie stammt - da sollte man niemals den geschulten
    Blick seines Gegenüber unterschätzen, ob er oder sie es bewußt oder unbewußt tut, aber taxiert wird Mann immer.

  5. #35
    Nöri
    Gast
    Hi,

    wer einmal auf einer Messe war oder selbst dort gearbeitet hat, weiß dass Kleidung einen sehr wichtigen Bestandteil bildet. Denn natürlich liegt der Fokus zwar auf dem Produkt, aber dass drum herum ist eben auch entscheidend und für eine gute Präsentation sollte demnach gesorgt sein. Die passende Promotionbekleidung findet man z.B. bei http://www.sergeant-pepper.com/2412/promotionkleidung/, einem Berliner Corporate Fashion Label, dass z. B. auch einem Messeauftritt die passende Farbe verleiht und mit modischen Styles und individuellen Design punktet.

  6. #36
    Administrator Avatar von urban
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    Der Stil eines Herrn wird im Wesentlichen von seinen Schuhen, Strümpfen, Gürtel und seiner Oberbekleidung geprägt.

    Ein Mann, der dabei irgendwelche Regeln wie ein Biedermann befolgt oder irgendwelche Modetrends à la sprezzatura mitmacht oder sogar Werbekampagnen folgt,
    der wird es nicht leicht haben seinen persönlichen (Kleidungs-) Stil zu finden.

    Ein solcher Fauxpas ist zum Beispiel der farbgleiche Gürtel zu den Schuhen:
    irgendeine graue Hose, Farbton ohne Bedeutung, und darauf einen schwarzer Gürtel in Schuhfarbe - der Mann wird dadurch optisch in eine obere und eine untere Hälfte geteilt.
    Das soll gut aussehen?
    Die Krönung des schlechten Geschmacks wäre ein hellbrauner Gürtel am oberen Ende der grauen Hose, ein blauer, möglichst in demselben Ton wie der Stoff, ginge dagegen schon.

    Bleiben wir bei dem Beispiel graue Hose:
    Natürlich kann man darunter Schuhe in einem Dunkelblau tragen, ebenso wie andere dunklere Farben, immer ein wenig dunkler als das Grau der Hose - in keinem Fall heller.

    Solche und ähnliche Ratschläge könnte ich noch mehr hier aufschreiben quasi als Gebrauchsanleitung, und genau das möchte ich nicht,
    denn Sie wollen sich doch wie ein Herr kleiden und nicht wie dessen Lakai, oder?

    Probieren Sie doch einfach aus was zueinander passt, Ihnen persönlich gefällt - sollten dazu dann Ringelsöckchen, Gürtel mit auffälligen Schließen oder
    andere "moderne" oder forentypische Ideen einfallen, so werden Sie recht schnell an Ihrem Erfolg merken wie gut es Ihnen steht.
    Der leicht verklärte Blick Ihres Gegenübers wenn seine, noch schlimmer: ihre, Augen an den Söckchen oder Schuhen hängenbleiben...Satz mit x!

  7. #37
    Administrator Avatar von urban
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    Zu Kamis Hemdenkragenfrage ist mir noch die beiden umgangssprachlichen Begriffe: "sich zugeknöpft geben" und "hemdärmelig" eingefallen.
    Es gibt sicher noch weitere Redewendungen, die vom Kleidungsstil auf die Person und ihr Verhalten schließen lassen - ich möchte nur die Diskussion darüber anstoßen,
    was diese Ausdrücke bedeuten und wie Mann sie bei seiner Kleidung berücksichtigen kann, sollte oder möchte.

    Kleidung heißt hier Stil, wie ein Mann sich gibt, kleidet, ist, zumindest auf den ersten Blick hin wirkt.
    Das soll bei geschäftlichen und gesellschaftlichen Ereignissen/Treffen gar nicht mal so ganz ohne Bedeutung sein...
    Natürlich spielt das Gesicht und die Körpersprache da auch mit hinein, aber Kleidung und Accessoires können schon sehr viel über die Person verraten;
    'positiv' oder 'negativ' möchte ich das jetzt nicht bezeichnen, eher so als Charakterstudie: der erste Eindruck zählt!

    Nur mal so als Anregung darüber nachzudenken bevor Mann sich (ver-) kleidet.

    Ach ja, und ehe ich's vergesse, Kleidung soll Spaß machen, Mann sollte sich freuen heute diese Krawatte umzubinden, weil er gut drauf ist!


    Daher halte ich auch nichts von starren Regeln - rules are made to break them! Halt eben gekonnt!

  8. #38
    Administrator Avatar von urban
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    Apropos Stil:
    Wer hat den Männern bloß klar gemacht, dass sie bei formellen Anläßen Hosenträger tragen müssten,
    so als für jeden Betrachter auf den ersten Blick hin erkennbaren Ausdruck von einem stilsicheren Auftritt oder Kleidungs-Stil?

    Ich find's clownesk!
    Am Anfang stand die gut sitzende Hose vom Schneider, die gegen das Abrutschen mittels verdeckter Seitenzüge gesichert war.
    Nur sehr beleibte Männer trugen Hosenträger auf Hosen mit großem Bauchumfang.

    Heute, dank cleverer Händler, die als Mode- und Stilgurus angesehen werden, die selbst Schlipse als Penisröhrchen tragen und
    überdimensionierte Gummigurte damit sie ihren Hosen nicht verlieren, ist auf einmal alles Antiquierte das zentrale Teil des I-Gent-Look-Styles,
    sieht wohl sehr lustig aus und war früher so nur in der Manege zu sehen, aber immerhin:
    Es bringt Umsatz und viele Möchtegern äffen es gedankenlos (digitumb) einfach nach!

    Warum einfach wenn's auch kompliziert geht?
    Es wäre ja auch ein riesiges Problem sich einen Anzug mit einer gut sitzenden Hose anzuschaffen, mit den verdeckten Seitenzügen,
    so wie mein Vater sie noch trug, statt die dicken fetten Hosenträger der beleibten Großväter.
    Diese unförmigen Teile harmonieren auch nicht wirklich mit einer Weste, auch Gillet genannt, geschweige denn eignen sie sich für einen stilvollen Auftritt,
    erst recht nicht kombiniert mit bunten Schlipsen statt einem White Tie zum feierlich-festlichen Anlaß.

    Aber wo kämen wir denn schließlich auch hin wenn die box-pusher nicht all ihren I-Gent-Tand bei ihren Fans & AZUBIS absetzen könnten?

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