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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kleidung & Schuhe - das größte Defizit der Männer?



urban
14.09.13, 11:08
Diese Frage drängt sich mir immer wieder auf - es gibt so viele Bücher über Männer und Mode, zig Blogs und Foren im Internet
zu diesem Thema, und frag' mich bitte keiner wie oft ich schon Frauen beim Einkauf von Hemd und dazu(!) passendem Schlipps
in den Geschäften zugesehen habe.
Woran liegt das bitte?
Interessieren sich Männer nur für Maschinen und Motoren oder frönen in ihrer Freizeit nur ihren Hobbys und im Beruf spielt
die Kleidung keine besondere Rolle?
Bei Uniformträgern wie Ärzten, Polizisten - irgendwie auch Bankern und Businessmen könnte ich mir das locker vorstellen.
Banker und Businessmen verwundert sie?
Na, dann schauen sie mal genau hin wie die angezogen sind:
Anzüge vom Filialisten, Schlippse und Schuhe - alles 08/15 vom Design und den Stoffen her, man sieht direkt wo das Zeug
gekauft wurde - deren Kleidung sieht so einfach gestrickt und immer ähnlich aus, die könnten sie glatt untereinander tauschen.
Kaufhausware eben.
Erst wenn sie ein wenig mehr verdienen und etwas älter sind, dann leisten sie sich mal etwas besseres.
Kann man ein Anzugensemble nicht etwas individualisieren?
Mit einem schönen Hemd, einer ausgefallenen Krawatte, nein, ich meine keine schräge, und einem passenden Gürtel
nebst schönen Schuhen.
Selbst schwarze Schuhe gibt es in verschiedenen Formen und Ausführungen - runde Spitze, oval, abgeflacht mit und ohne
Vorderkappenbesatz - diesen gerade oder geschwungen, symetrisch oder asymetrisch usw. usw.
Was man aber sieht sind uniform gekleidete Männer - oder können Sie sich auf Anhieb daran erinnern wann Sie mal einen
mit der zitierten ausgefallenen Krawatte oder schönen Schuhen das letzte Mal gesehen haben?

Oder liegt das an der Erziehung?
Bekamen die immer alles rausgelegt oder wurden ihnen andere Lebensschwerpunkte anerzogen und vermittelt?
Und was hat ihnen der Vater vorgelebt?
Trug der immer Schaff-Klamotten und war froh wenn er mal wieder ein neues Hemd bekam? Zu Weinachten sogar mit Schlipps.
Und die Mutter - hat sie ihren Sprößling nicht mal zu anständiger Kleidung angehalten,
oder war so was nie ein Thema in der Familie?

Und selbst - von selbst, von den Kumpels und Kollegen - auch nie angestoßen worden, mal etwas auf Kleidung Wert zu legen?
Gab ja so viele andere Dinge, die viel wichtiger waren!
Moped, Auto, Führerschein, Sport - diese Liste ist lang.

Woran liegt es also, dass Männer überhaupt keinen Sinn für gute Kleidung entfalten bzw. die gut gekleideten so selten anzutreffen sind?
Ist das gesellschaftlicher Konsenz, da die Damen sich diesbezüglich auch nicht gerade mit Ruhm bekleckern?
Die schwanken auch bei ihren Klamotten extrem zwischen Billigklamotten und Luxuslabeln, und haben die Hosen an.:bad:
Beide haben übrigens eins gemeinsam:
Wenn sie mal ein paar Euro fuffzig übrig haben, dann kaufen sie sich Klamotten mit dicken fetten Logos von irgendeinem
Billigheimer, für teures Geld versteht sich - man muss ja zeigen was man hat!
Mit Geschmack und Stil haben solche Klamotten ja bekanntlich gar nichts zu tun.

Aber bleiben wir mal bei den MÄNNERN - woran liegt das, dass sie an Bekleidung kein oder kaum Interesse haben?
Sind Männer gar Kulturbanausen?